| Geschichte
des Bürgertreffs
Die Mitarbeiter des Bürgertreff-Teams
waren mehrere Jahre in der Kontakt-,
Beratungs- und Übernachtungsstelle
„uferlos“ am Emerich-Ambros-Ufer
in Dresden tätig.
„uferlos“ arbeitete als Einrichtung
des Verbundes Sozialpädagogischer
Projekte Dresden e.V. (VSP),
einem freien Träger der Jugendhilfe.
Von 1995 bis Juni 2002 war
„uferlos“ Anlaufstelle für Jugendliche
und junge Erwachsene im Alter
von 14 bis 27 Jahren. Diese
befanden sich in akuten oder
manifesten Krisensituationen,
z.B. Obdachlosigkeit, Straffälligkeit,
Gewalt- und/oder Missbrauchserfahrungen,
Arbeitslosigkeit, Schulverweigerung,
fehlende Existenzsicherung.
Durch die Tätigkeit in der Kontakt-,
Beratungs- und Übernachtungsstelle
wurden wir mit einer Vielzahl
junger Menschen konfrontiert,
denen aufgrund fehlender Schul-
bzw. Ausbildungsabschlüsse keine
langfristige Integration in
Ausbildung und/oder Arbeit möglich
ist.
Aus dieser Erkenntnis heraus
entstand die Konzeption einer
„WERKEstatt“ für junge Erwachsene
von 17 bis 25, die als niedrigschwelliges
Arbeitsangebot einen (Wieder-)
Einstieg in Ausbildung und/oder
Arbeit ermöglichen soll. Bei
unserer Suche nach einem geeigneten
Objekt für die „WERKEstatt“
entstanden Kontakte zum Stadtplanungsamt
Dresden (STPA) und zum Büro
für Umweltplanung und Stadtentwicklung
(B.U.S.).
Das STPA fördert im Rahmen
des Stadtteilentwicklungsprojektes
Weißeritz, welches durch den
Europäischen Fonds für Regionale
Entwicklung (EFRE) finanziert
wird, verschiedenste Vorhaben
im Stadtteil Löbtau/Friedrichstadt.
Ziel ist die Verbesserung des
Wohn- und Arbeitsumfeldes. Dabei
entstand der Gedanke der Schaffung
eines Bürgertreffs als Anlaufstelle
für alle Bürgerinnen und Bürger
in Verbindung mit der „WERKEstatt“
als Dienstleistungseinrichtung
für den Stadtteil. Nach mehrmonatigen
Bemühungen wurde deutlich, dass
ein geeignetes Objekt für beide
Vorhaben unter einem Dach nicht
gefunden werden konnte. Deshalb
entschlossen sich STPA, B.U.S.
und VSP, zunächst den Bürgertreff
einzurichten.
Das zweite - und ursprüngliche-
Teilprojekt „WERKEstatt“ konnte
trotz langwieriger Bemühungen
auf Grund fehlender finanzieller
Rahmenbedingungen für die Qualifizierung
und Beschäftigung junger Menschen
nicht umgesetzt werden und wurde
September 2004 eingestellt.
Von Oktober 2003 bis Juni 2006
entwickelte sich der Bürgertreff
als sozialer Integrationsfaktor
im städtischen Teilraum Dresden-Altona.
Zusammen mit den Bürgern des
Viertels, den Partnern in der
Stadtverwaltung und unserem
Träger VSP konnte Ende 2005
die drastisch eingeschränkte
Fortführung der Kinder-, Jugend-
und Sozialarbeit nach dem Auslaufen
der Förderung durch die "Aktion
Mensch" ab dem 01.07.2006
gesichert werden.
Seither leistet das Team des
Bürgertreffs offene Kinder-
und Jugendarbeit , Präventionsarbeit
in der Einzelfallvermeidung
und Hilfen zur Erziehung.
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